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Tim Swanson: 70 % der Bitcoins seit mehr als 6 Monaten im Wallet gehortet!

bitcoin-503581_1280Zahlen-Blogger Tim Swanson hat kürzlich anhand der Daten von John Ratcliff, die dieser aus der blockchain generiert hat, festgestellt, dass 70% der vorhandenen Bitcoins in sechs Monaten nicht ausgegeben wurden.

Er schrieb, dass die Daten ein „ernüchterndes Diagramm“ für diejenigen darstellen, die Bitcoin wachsen sehen wollen. Seiner Meinung nach ist es ein schlechtes Zeichen für die zukünftigen Wertaussichten einer Währung, wenn alle Transaktionen nicht wie eine heiße Kartoffel von einer Person zur nächsten verbracht werden.

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Das Alter der Bitcoins

Für alle, die mit Wirtschaft vertraut sind: Swanson stützt seine Schlüsse auf die Ansrpüche des berühmten, aber jetzt weitgehend diskreditierten Ökonom John Maynard Keynes. Als Richard Nixon den Goldstandard des US-Dollars im Jahr 1971 abschaffte, sagte er: „Ich bin jetzt ein Keynesianer in den Wirtschaftswissenschaften.“

Da ein beliebter Name für Bitcoin „Gold 2.0“ ist, ist es verständlich, dass viele Befürworter des Bitcoin gegen den Keynesianismus sind. An was glaubte Keynes genau? Kurz gesagt, glaubte Keynes, dass Reichtum nicht durch Sparen (Kapital) erlangt wird, sondern vielmehr durch das reine Ausgeben des Geldes. Keynes ist seither diskreditiert, weil die Praxis seiner Politik durch die US-Notenbank eine 98% ige Abnahme der Kaufkraft des US-Dollars seit 1913 verursacht hat.

Satoshi Nakamoto ist, mit einem Wort, der anti-Keynesianer. Satoshi erkannte, dass Geld, das im Zeitablauf dauernd abgewertet wird ein großes Problem bewirkt. Es bietet für die Menschen einen Anreiz ihr Geld schnell auszugeben, bevor das Geld an Wert verliert und nicht etwa einen Anreiz ihr Geld für die Zukunft zu speichern. Und ein Mangel an Sparguthaben hält die Menschen in einer wirtschaftlichen Flaute, weil sie es sich nicht leisten können, in Start-ups zu oder Innovationen zu investieren oder gar Unwetterkatastrophen auszugleichen. Mit anderen Worten halten die „heißen Kartoffelausgaben“, die von der Regierung angepriesen werden, arme Menschen arm.

Aus diesem Grund können Swansons` mürrische Überlegungen, dass das Verhalten der Menschen, die die Mehrheit der Bitcoins als Kapital halten eine schlechte Sache ist, als keynesianisches Denken zurückgewiesen werden. Auch Ratcliff, der Graph-Macher selbst, missbilligt Swansons Theorie und äußert sich in einem Kommentar über Swansons` Blog:

„Ist es nicht wahr, dass sich mehr als 70% aller Gold- oder sogar USD- Reserven der Welt sich auch im gleichen Zeitrahmen nicht bewegt haben? Ich betrachte die Höhe der Werte, die über das Netzwerk übertragen wurden und finde es bemerkenswert. Bitcoin ist sowohl eine Währung, als auch ein Wertaufbewahrungsmittel; was ist an der Höhe der gehorteten Bitcoins also ungewöhnlich? Ich finde es bemerkenswert, wie viel des Marktes flüssig ist.“

Tim Swanson kann definitiv gut mit Zahlen umgehen, aber das bedeutet nicht, dass er sich gut mit Ökonomie auskennt. Halten Sie oder nutzen Sie den Bitcoin? Kommentieren Sie!

Quelle: Tim Swanson & CoinTelegraph – Amanda B. Johnson

Titelbild: Geralt – Pixabay Public Domain CC0

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