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n-tv: Bitcoin als „Aktivgeld“?

blockchain 2.0Europas Banken sind unter Druck. Der Nachrichtensender n-tv hat Thomas Mayer vom Flossbach von Storch Research Institute, der für eine neue Geldordnung plädiert, interviewt. Dabei kam es auch zum Thema Bitcoin.

Jedem Geld stehen eigentlich Schulden gegenüber. Sie meinen, dass daraus nur Probleme entstehen. Welche?

Es handelt sich hierbei um ein aus dem Nichts geschaffenes Geld – Zentralbank-Geld. Das ist die eine Seite der Medaille. Aber das ist ja nicht der größte Posten unseres Geldbestandes. Wir alle haben ja das meiste Geld auf Girokonten angelegt. Und dieses Giralgeld, das sich auf dem Girokonto befindet, ensteht aus der Vergabe von Krediten der Banken. Das ist privates Schuldgeld, also ein Schuldschein, wenn Sie so wollen, den die Banken Ihnen ausgestellt haben.

Welche Probleme entstehen daraus?

Daraus entstehen die Probleme, dass das Geldsystem bzw. das Bankensystem, aber auch die Wirtschaftsentwicklung unstabil werden kann, wie wir ja aktuell deutlich sehen können.

Sie haben nun den Vorschlag gemacht, dass Schuldgeld gegen „Aktivgeld“ auszutauschen. Wie zum Beispiel bei einer Goldmünze, die den Wert des Goldes verkörpert. Aber Gold kann es doch nicht sein?

Nein, Gold ist es wahrscheinlich nicht. Man muss grundsätzlich unterscheiden, ob Geld ein Schuldinstrument ist oder ob es ein Aktivum ist, ein Vermögenswert. Und ich plädiere dafür, Geld als Vermögenswert zu betrachten. Und das kann Gold sein, kann aber auch Immaterielles sein.

Was denn?

Na, stellen Sie sich vor, wir haben ja Bitcoin, wir haben andere Dinge. Das sind immaterielle Wertgegenstände, die man als Geld oder Wertaufbewahrungsmittel nutzen kann.

Bitcoin haben wir ja gesehen, wie stark es da hoch und runter geht. Also das ist ja keine Sicherheit.

Ja, das ist natürlich klar, dass wir jetzt nicht über Nacht das neue Aktivgeld auf einmal kriegen. Das sind jetzt Experimente, die stattfinden, die aber meines Erachtens, denke ich, mit der Zeit durchaus ernstzunehmen sind. Denn unser Passivgeld, wie ich es nenne, unser Schuldgeld ist doch in der Krise. Wir sind noch nicht raus aus dieser Krise.

Der Moderator nannte es zwar nur „interessanten Denkansatz“, doch wie so oft sieht man, dass Menschen, die nicht an Politik und Banken gebunden sind, sich klar zu Bitcoin äußern. Und das meist äußerst positiv.

Das gesamte Interview finden Sie hier: WiWo

Titelbild: Jason Benjamin Flickr https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

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