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Griechenland: Neuer Finanzminister und der Bitcoin

GriechenlandDer Finanzminister der neuen linksradikalen Regierung Griechenlands behandelt das Thema Bitcoin nicht sehr optimistisch, wie sich herausstellte. In einem Blog-Beitrag von 2013 erklärt Yanis Varoufakis warum sich der Bitcoin nicht als Währung eignet.

In einem Artikel auf seiner Webseite vom April 2013, diskutiert Yanis Varoufakis die „Unmöglichkeit“ einer dezentralen Währung, die nicht „politisch“ kontrolliert wird und bezeichnet diese Idee als „gefährliche Fantasie.“

Er erklärte:

„Es kann keine unpolitische Währung geben, die von einer fortgeschrittenen Industriegesellschaft genutzt wird.“

Varoufakis hat Europas schlechteste Wirtschaft übernommen und bemüht sich, die Sparmaßnahmen im Anschluss an die Finanzkrise von 2008, die durch die vorherige griechische Regierung getroffen wurden, zu beenden. Griechenlands Wirtschaft ist seitdem um mehr als ein Viertel geschrumpft. Betrachtet man seine früheren Aussagen, so kann man klar erkennen, dass dezentrale digitale Währungen auf diesem schwierigen Weg aus den Schulden nicht in Betracht gezogen werden.

Obwohl er Bitcoin als eine „ganz besondere Form der digitalen Währungen“ bezeichnet, skizziert Varoufakis die Deflation und die Kontrolle über die Mehrheit der Münzen von einer Minderheit der Investoren als „zwei unüberwindbare Mängel, die Bitcoin zu einer höchst problematischen Währung machen.“

Er stellt ferner fest, dass die einzige Lösung für diese Probleme eine Bitcoin Zentralbank ist, die aber mit „dem eigentlichen Zweck der völlig dezentralen digitalen Währungen wie Bitcoin nicht vereinbar ist.“

Varoufakis ist der Auffassung, dass eine zentrale Steuerung von einer „demokratischen Tarifstelle“ die einzige Lösung ist, um die Geldmenge eines Landes vor Manipulation zu schützen. Er erklärte:

„… Während dezentrales Geld eine gefährliche Illusion ist, bleibt eine Zentralbank, die demokratisch kontrolliert wird (im Gegensatz zu den unhaltbaren Vorstellung von einer „unabhängigen“ Zentralbank) unsere größte Hoffnung für eine Form von Geld, das für die Menschen ist und durch das Volk reguliert wird. Der Bitcoin kann dies trotz seiner vielen interessanten Eigenschaften niemals sein. „

In Bezug auf die Zukunft Griechenlands hat der Bitcoin sein Potenzial in weniger stabilen Volkswirtschaften schon gut dokumentiert und es wird interessant zu sehen sein, ob die Regierung Unternehmungen pro oder contra Bitcoin vornehmen wird. Gefährlich könnte es sein, wenn die reichen Griechen ihr Geld in Bitcoin anlegen, um es vor einer hohen Besteuerung zu schützen. (wenn dies nicht bereits passiert ist…)

Quelle: Cointelegraph.com – William Suberg
P
ixabay.com – Nemo (Public Domain CC0)

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