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Exklusiv: Andreas Popp über die Zukunft des Bitcoin

portrait_andreaspoppAndreas Popp, ein deutscher Wirtschaftsökonom, der seit Jahren das politische System in Deutschland kritisiert und mit Vorträgen auf die Probleme der Banken aufmerksam macht, äußerte sich nun exklusiv über den Bitcoin.

Verfolgt man die Vorträge und Bücher von Herrn Popp, der immer auf die Nachteile des Schuldgeldsystems aufmerksam macht und die Banken für ihre Praktiken kritisiert, so könnte man davon ausgehen, dass er ein Fan der virtuellen Währungen um den Bitcoin sein müsste. Garantieren sie doch ein dezentrales System ohne Banken und Kontrollen durch die Politiker. Doch weit gefehlt! Die Aussagen dürften für den Leser äußerst überraschend sein.

„Bitcoins sind eine anonyme Kunstwährung, die im Moment vor allem als Chance für Spekulationen gesehen wird, also die Gier stimuliert. Die Anonymität der Währung hat das System längst auf den Plan geholt, um diese „Währung“ zu unterbinden.

Sehen Sie sich gern die folgende Mainstreampressemeldung an:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/commerzbank-chefvolkswirt-bitcoins-haben-auf-dauer-keine-chance/9118802.html

Als Wissensmanufaktur beschäftigen wir uns mit dem Gesamtsystem und deren Auswirkungen. Die zukünftige Machtstruktur und Ordnung stehen in unserem Fokus, wie wir es im Plan B beschrieben haben. Bitcoins sind aus unserer Sicht lediglich ein Symptom der heutigen Zeit und sollten nicht zu wichtig genommen werden.“

Obwohl der Bitcoin also viele Vorteile mit sich bringt, haben nach Aussage von Herrn Popp die „Führungsmächte“ dieser Welt (Bilderberger) ihre eigenen Pläne mit den virtuellen Währungen. Und die sind offensichtlich nicht gerade positiver Natur. Manche nennen es vielleicht „Verschwörungstheorie“, manche glauben daran. Die Devise heißt also erst einmal: „Abwarten!“.

Dass es jedoch auch anders geht, zeigt aktuell die Regierung von Kanada, die sich am 8. Oktober mit einem Vortrag von Andreas Antonopoulos über Bitcoin beraten ließen. Die Reaktionen auf diesen Vortrag waren sehr positiv.

Über Andreas Popp

Andreas Popp (* 1961) ist ein deutscher Unternehmer, Autor und Dozent für Makroökonomie. Er ist Mitglied der wissenschaftlichen Leitung der Wissensmanufaktur (Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik).

Mit Vorträgen, Büchern, Aufsätzen und TV-Auftritten thematisiert er Finanzkrise, Geldsystem und Wirtschaft. Bekannt ist er für seine Kritik an Medien und Politik, die sich aus seiner Sicht dem Geldsystem unterordnen.

Popp begann seine Laufbahn 1983 im Bereich Risk-Management bei einer Unternehmenstochter der Londoner Guardian Royal Exchange Ltd. in Hamburg. Ab 1984 war er verantwortlich für die Unternehmensorganisation der Popp GmbH und wurde im Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender der Popp AG. Das im Jahr 1959 von seinem Vater gegründete Unternehmen verwandelte er zu einer prosperierenden Unternehmensgruppe. Im Januar 2007 zog er sich als Vorstandsvorsitzender zurück, um sich der wissenschaftlichen Arbeit innerhalb der Wissensmanufaktur zu widmen. (Quelle: WikiMannia)

 

Titelbild: Wissensmanufaktur

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3 comments

  1. nein, überhaupt nicht überraschend, dass der Popp den Bitcoin ablehnt (wenn er die Materie überhaupt versteht).

    Nur, weil gewisse Leute „das System“ kritisieren, heißt das nicht, dass das dann „Die Guten“ sind oder den Durchblick haben, sondern sehr eigene Interessen haben. Und ja, da muss man einige Mühe reinstecken, das alles mal zu durchleuchten und auseinanderzuklauben.

    Es schwirren viele unterschiedliche Ideologien (meist auch recht inkompatibel) durch die „alternative Szene“, viele von denen sind reaktionär, d.h. sie propagieren lediglich des Kaisers neue Kleider. So auch der Popp und sein Dunstkreis.

  2. Diese Äußerungen von Andreas Popp kannte Ich noch nicht.
    Schade, sein Statement ist viel zu kurz um daraus irgendetwas Verwertbares heraus lesen zu können.

    Mich hätte ein Hinweis darauf interessiert, ob Herr Popp sich mit Bitcoin überhaupt schon auseinander gesetzt hat (und vielleicht auch noch wie).
    Intellektuell würde er Bitcoin sicher relativ schnell begreifen können wenn, ja wenn er es denn sich näher anschauen würde.

    Da er sonst ja auch immer weit ausholt und anschaulich erklärt wie er zu diesem oder jenem Schluss kommt, kann Ich nur vermuten das er zu Bitcoin eigentlich (noch) nichts sagen kann, und froh war das nicht nachgefragt wurde. Eine Diskussionsrunde oder ähnliches, mit ihm als einer der Teilnehmer, wäre sicher sehr interessant.

    In einem hat er meiner Meinung nach, auch bei dem sehr kurzen Statement, durchaus recht. Bitcoin ist, genauso wie z.B. der Plan-B der Wissensmanufaktur und vielen anderen alternativen Ansätzen, ein Symptom unser Zeit. Es gibt etwas, was prinzipiell verkehrt läuft. Ein systemimmanentes Problem, welches er auch sehr schön erkannt hat, immer wieder anschaulich beschreibt und welches eben genau diese Alternativen auf den Plan ruft. Mit seiner Empfehlung Bitcoin als eine dieser Alternativen nicht weiter wichtig zu nehmen, liegt er meiner Meinung nach falsch. Aber die Zukunft wird es zeigen…

    Ich bin mir relativ sicher das eine Wissensmanufaktur spätestens in 1-2 Jahren nicht daran vorbei kommt sich mit dem „Phänomen“ Bitcoin ernsthafter auseinander zu setzen, andernfalls verliert so eine Institution zu sehr an Glaubwürdigkeit.

  3. Vielen Dank für die Kommentare! Wir bemühen uns aktuell um eine umfassende Stellungnahme in Form eines Interviews mit Herrn Popp.