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Einführung: Die Geschichte des Geldes – Von Muscheln zum Bitcoin

bitcoin-503581_1280Die heutige Zeit dreht sich generell nur noch um das liebe Geld. Wie kommt man möglichst schnell an möglichst viel Geld? Diese Frage stellen sich wohl die meisten Menschen. Doch in diesem Artikel möchten wir einen Blick auf die Geschichte des Geldes werfen. Wie alles begann lesen Sie hier:

Zunächst sollte man einen Blick auf die Funktionen einer Währung werfen. Was wird benötigt, damit eine Währung funktionieren kann?

Funktionen des Geldes

Zahlungsmittelfunktion:

Die Funktion des Geldes als Zahlungsmittel ist, dass Geld hier gegen Dienstleistungen oder Güter getauscht wird. Wichtige Aspekte im Bereich der Zahlungsmittelfunktion sind die Langlebigkeit (Metalle vs. Schokolade), die Transportierbarkeit (Papier vs. Metalle), die Teilbarkeit (Papiergeld vs. Vieh), die Fälschungssicherheit (großes Problem für viele Währungen) und die Übertragbarkeit.

Wertbewahrungsfunktion:

Diese Funktion macht es möglich, dass man sein Geld nicht zwangsweise ausgeben muss. Man kann es anlegen und entsprechend Zinsen einnehmen. (in der Theorie) Gute Anlagemöglichkeiten, die eine relativ stabile Wertbewahrungsgarantie haben sind Gold, Silber, Diamanten oder Immobilien.

Wertmess- und Recheneinheitsfunktion:

Geld kann man neben dem Ausgeben und Anlegen auch als Wertmaßstab und Recheneinheit nutzen. Diese Funktion ermöglicht es Werte zu berechnen, die ansonsten nicht vergleichbar sind. (Finanzergebnisse von Möbelhändler vs. Internetseite)

Diese Eigenschaften, die sich über die Jahre heraus kristallisiert haben, sind nach Einschätzungen vieler Experten unerlässlich für eine funktionierende Währung. Doch wie schon erwähnt, dauerte es eine Weile, bis man dies erkannte.

Vom Tauschhandel bis zum Münzgeld… bis zum Bitcoin

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass wir auch heute noch einen Tauschhandel haben. Geht man einkaufen, dann tauscht man eine Sache gegen eine andere ein. (z.B. 5 Äpfel gegen 5 Euro)

Zu Beginn der Menschheit wurden völkerintern Materialien wie Muscheln, Vieh oder wertvolle Steine an Stelle von Geld verwendet, um Waren zu „kaufen“. Dies entspricht einem der frühesten Formen des Tauschhandels, der Rinder, Schafe, sowie Gemüse und Getreide enthielt. Nach William Jevons musste in diesen Zeiten ein „double coincidence“ (= doppelte Übereinstimmung) vorliegen, da der Verkäufer auch gleichzeitig Käufer war. Wollte nun jemand etwas gegen eine andere Sache tauschen, so musste er eine Sache erhalten, die er entweder selber nutzen konnte oder für die er wiederum etwas eintauschen konnte. Die Sache durfte also nicht vollkommen unbrauchbar sein.

Doch auch heute werden noch einfache Gegenstände als „Währung“ benutzt. (z.B. Zigaretten im Gefängnis)

Kurios: Auf der Insel Yap im West-Pazifik wurden große Steine bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Zahlungsmittel akzeptiert.

(Bild: Eric Guinther – English Wikipedia)

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Währung auf der Insel Yap

Einfaches „Geld“ wurde durch die ersten Währungen ersetzt

Die erste bekannte Währung wurde von König Alyattes in Lydien, jetzt Teil von der Türkei, im 7. Jahrhundert v.Chr. eingeführt. Die erste Münze, die überhaupt geprägt wurde, zeigt einen brüllenden Löwen und bestand aus einem Mix von Gold und Silber.

Von hier aus wurden die Münzen durch die Römer in der ganzen Welt verbreitet.
Der erste Geldschein wurde dann ca. 1000 n. Chr. in China gedruckt. (Hunderte Jahre später wurden auch erstmals in Amsterdam Geldscheine ausgegeben, die als Einzahlungsbestätigung für Geldmünzen benutzt wurden.)

Im Jahre 1120 begannen die Regierungen zu erkennen, welche Vorteile die Banknoten hatten und erteilten sich selbst Monopole zur Ausgabe von Banknoten. Bis 1265 blieben diese ein regionales Zahlungsmittel. Danach wurden Banknoten auch landesweit akzeptiert.

Münzen und Banknoten wurden erst im Jahre 1661 für die Massen entwickelt. Die erste Kreditkarte wurde dann 1946 eingeführt. 

Im Jahre 2009 wurde dann der Bitcoin entwickelt. Fünf Jahre später ist er massentauglich geworden.

Die folgende Infografik (auf Englisch) zeigt, wie sich das Geld von diesen frühen Wurzeln bis hin zum Bitcoin – die weltweit erste dezentrale Kryptowährung – entwickelt hat.

Was meinen Sie? Hat der Bitcoin das Zeug zur Währung (erfüllt er schon die Kriterien einer Währung?) oder ist er etwa schon eine?

Quelle Grafik: Telegraph.co.uk
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itelbild: Geralt – Pixabay Public Domain CC0

Die Geschichte des Geldes

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