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BitLicense: Bitcoin – Regulierung wird lockerer

LawskyDas New Yorker Department of Financial Services (DFS) hat den Vorschlag für die Bitcoin – Regulierung, der als BitLicense bekannt ist, aktualisiert. Ben Lawsky, der erste Superintendent der neuen Abteilung, hielt eine Pressekonferenz über die Zukunft des Zahlungsverkehrs, die Erörterungen der Änderungen und beantwortete viele weitere Fragen, die die finanzielle Aufsichtsbehörde in New York betrifft.

Lawsky klärte zunächst ein paar Dinge über die BitLicense in der ursprünglichen Form. Er wies darauf hin, dass die Vorschriften nicht für Einzelpersonen, die Bitcoin für persönliche Investitionen kaufen oder für Software-Entwickler, Miner oder Kaufleute gelten sollen.

Die neuen vorgeschlagenen Regeln senken die Anforderungen für Bitcoin-basierte Unternehmen leicht. Diese Veränderungen, so deutet Lawsky an, wurden aufgrund der Kommentare zur ursprünglichen BitLicense in der erweiterten Kommentierungsfrist gemacht. Die Know-Your-Customer (KYC) Vorschriften wurden gesenkt, wodurch die Notwendigkeit, die Namen und Adressen aller Parteien, die an der Transaktion beteiligt sind, abgeschafft wurde. Lawsky sagte, dass diese alte Verordnung „nicht praktikabel“ im Raum der virtuellen Währungen ist. Die Unternehmen werden weiterhin nach Informationen über ihre Kunden gefragt und sind dazu angehalten Informationen der anderen Parteien herauszufinden, wann immer möglich.

Die andere wesentliche Änderung verringert den Zeitrahmen, in dem die Unternehmen Datensätzen statt der geplanten 10 Jahre nun nur noch sieben Jahre speichern müssen.

Die Änderungen von Lawsky und der DFS zur vorgeschlagenen Verordnung kann als Feigenblatt – Angebot der Bitcoin Gemeinschaft gesehen werden. Der ursprüngliche Vorschlag zur BitLicense war unpopulär, gelinde gesagt, unter den Bitcoin-Enthusiasten. Seine Rede schien auch in der Rhetorik günstiger gewählt, als wir es von Regierungsbehörden in der Vergangenheit gewohnt waren.

Statt sich auf die negativen Aspekte des Bitcoin zu fokussieren sprach Lawsky über den Wettbewerb auf dem Geld-Transfer-Markt, auf dem es dank einer „monopolartigen“ Atmosphäre nicht gelingt Innovationen zu schaffen.

Er erklärte, dass er zwei Arten der Änderungen gesehen hat und sie mit dem Eisenbahnnetz verglichen. Das aktuelle Finanzsystem, sagte er, ist vergleichbar mit dem eines alternden, veralteten und langsamen Bahnsystem. Dinge wie Apple-Pay und PayPal stellen Verbesserungen in diesem System, der Bitcoin aber ist ein ganz neues System. Ein neues System hat seine Vorteile, aber erfordert auch eine Menge Arbeit.

Interessant war es, als Lawsky erklärte, dass der erste Entwurf der BitLicense eigentlich erst Anfang 2015 geplant war. Diese Pläne wurden letztes Jahr um diese Zeit gemacht. Aber wegen des Mt. Gox – Skandals beschleunigten sie dieses Vorhaben.

Eine neue Kommentierungsphase für alle, die auch nicht zufrieden mit der neuen Ausgabe der BitLicense sind, steht an.

Quelle: CoinTelegraph.com – Ian DeMartino (Originalfassung)
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itelbild: Ben Lawsky Wikipedia Department of financial services – http://www.dfs.ny.gov/images/photo_bml_large.jpg

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