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Bitcoin in Brasilien: Licht am Ende des Tunnels!

Das Team von BTC Germany will Bitcoin immer im Gesamten betrachten. Dazu gehört natürlich auch ein Blick über den Tellerrand. Gestern berichteten wir über die Entwicklung des Bitcoin in Kenia, heute möchten wir unsere Aufmerksamkeit dem Gastgeberland der Fußball – Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr schenken: Brasilien

Die Welle der digitalen Währungen hat die meisten Industrie- und Entwicklungsländer berührt, aber Brasilien wurde hiervon kaum bewegt. Ehrlich gesagt ist dies verwirrend, wenn man die Internet-Statistiken von Brasilien betrachtet. Glaubt man den Zahlen von Internetlivestats, rangiert Brasilien auf dem fünften Platz weltweit, mit insgesamt 107 822 831 Internet-Nutzern. Seit 2000 hat Brasilien jährlich ein zweistelliges Wachstum im Bereich der Internet-Rufnummern erlebt. Im Bezug auf Bitcoin ist eine Statistik sehr aufschlussreich. Laut Sourceforge hat Brasilien insgesamt 90.669 digitale Brieftaschen (= Wallets) herunter geladen! Brasilien belegt damit nur Rang 12 hinter Polen, einem Land mit 25 666 238 Internetnutzern.

Zum Vergleich: In Deutschland wurden fast 351 000 Wallets geladen.

Lassen Sie diese Zahlen nun etwas wirken.

Was ist der Grund für diese erschreckenden Zahlen?

Nach dem EF English Proficiency Index wird Brasilien im Bereich der Kenntnisse in der Fremdsprache Englisch mit einem Wert von 38 als „niedrig“ eingestuft. Mit dem Mangel an portugiesischen Seiten, die Bitcoin Informationen bereitstellen, hat die Öffentlichkeit nur sehr wenig Chancen über digitale Währungen aufgeklärt zu werden. Die Mehrheit der Berichterstattung über Kryptowährungen konzentriert sich auf die englische Sprache und das ist schon eine große Hürde für die durchschnittlichen portugiesischsprachigen brasilianischen Bürger. Doch dies ist nicht die einzige Erklärung, warum es in Brasilien noch an der Annahme des Bitcoin mangelt.

Die Regulierung in diesem südamerikanischen Land war auch nicht gerade günstig für Bitcoin. Letztes Jahr hat die brasilianische Zentralbank eine Warnung vor virtuellen Währungen veröffentlicht:

„Diese virtuellen Instrumente können für illegale Aktivitäten, die zu öffentlichen Untersuchungen führen, verwendet werden. Somit kann ein Benutzer dieser virtuellen Vermögenswerte, obwohl er rechtmäßige Transaktionen ausführt, an diesen Untersuchungen beteiligt werden. Schließlich stellt die Speicherung von sogenannten virtuellen Währungen, in so genannten elektronischen Geldbörsen, die mit dem Internet verbunden sind, ein Risiko dar, dass sich im Verlust dieser Vermögenswerte durch kriminelle Übergriffe realisieren kann. „

In Brasilien gelten die digitalen Währungen als Anlagen und unterliegen der Kapitalertragssteuer. In einem Interview mit CoinDesk erklärte Marcelo Godke Viega, ein Anwalt aus Brasilien, der Dienstleistungen für Bitcoin Unternehmen anbietet:

„Devisengeschäfte müssen in strenger Übereinstimmung mit den Vorschriften erfolgen. Jede Transaktion, die als eine Devisentransaktion durchgeführt wird und eine andere Form hat und nicht in Übereinstimmung mit der Regelung geschieht, könnte als Verbrechen betrachtet werden. Menschen haben wirklich Angst mit Bitcoin zu arbeiten, da sie keine Ahnung von den Regelungen und den einhergehenden Rechten und Pflichten haben.“

Es ist also kein Wunder, dass Bitcoin in Brasilien noch nicht den Durchbruch geschafft hat – Sprachbarrieren, Warnung von der Zentralbank und verwirrende Vorschriften.

Doch es erscheint Licht am Ende des Tunnels für Bitcoin in Brasilien. Nach seiner Tätigkeit als Head of Equity Trading für die Deutsche Bank in Brasilien, hat Marcelo Miranda eine eigene digitale Börsen, FlowBTC, eröffnet. Miranda hofft, dass FlowBTC ein führendes Unternehmen in der neuen digitalen Währungswirtschaft in Brasilien wird.

„Unsere Mission ist es, die Nummer eins für Bitcoin in Brasilien zu werden. Professionelle Trader und institutionelle Investoren werden nach und nach vertrauter mit Bitcoin und wir wollen sie dabei unterstützen. „- Marcelo Miranda

Quelle: BTCFeed – Traderman

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