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Auf ein Wort mit: Sarah Blincoe, Projekt Manager „Let the Bit drop“

sarah blincoe

Die „Let the Bit drop“-Kampagne, die Bitcoin auf eine kleinen Karibik-Insel bringen soll wurde vor etwa zwei Wochen angekündigt, aber der Name der Insel wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Diese Informationen wurde gestern bekanntgegeben und die Wahl fiel auf die Insel Dominica. Dominica ist eine kleine Insel in der östlichen Karibik mit einer Bevölkerung von nur 70.000 Menschen. Aufgrund dieses Projektes werden der gesamten Bevölkerung der Insel Bitcoins auf ihre Smartphones und ihre mobilen Geldbörsen gesendet. Die Infrastruktur wird durch Coinapult und zwei Telecomm-Unternehmen unterstützt.

Project Manager Sarah Blincoe hat sich dazu bereit erklärt, mit CoinTelegraph zu sprechen und beantwortet ein paar Fragen zum Thema „Wie das Projekt entstanden ist“ und „Was die Zukunft bringen könnte“.

CoinTelegraph: Können Sie unseren Lesern etwas über den Hintergrund der „Let the Bit drop“-Kampagne erzählen? Woher kam die Idee und wie wurde sie letztendlich entwickelt?

SB: Die Bitcoin-Gemeinschaft fragt sich ständig, wie man die Akzeptanz des Bitcoin erhöhen kann. Die Idee entstand aus der Frage, wie man die Bitcoin-Technologie in die Hände von so viel Menschen wie möglich bringen kann; über SMS. Mit der Party wollten wir auch die Möglichkeit nutzen, Schulungen zum Thema Bitcoin und die Verwendung des Bitcoin zu vereinen. Die Inselbewohner werden am 14. März 2015 sofort in der Lage sein die Bitcoins zu verwenden. Dort findet die Piday Party statt.

CT: Dominica ist eine interessante Wahl. Die Nation hat kürzlich eine Reihe von Änderungen gemacht und gilt nun als die 63. freieste Wirtschaft in der Welt. Haben diese Änderungen eine Auswirkungen auf Ihre Entscheidung gehabt, diese Insel zu wählen?dmcarib

Sarah Blincoe: Sicherlich eine freie Wirtschaft hilfreich, wenn es darum geht, Projekte wie diese erfolgreich zu gestalten. Diese Bewertungen werden von einem sehr hohen Standpunkt genommen. Dinge können oft viel freier oder restriktiver sein, was wiederum abhängig von den Personen und Situation ist. In diesem Fall haben wir die lokale Gemeinschaften und die Politiker als sehr unterstützend und vorausschauend empfunden. Vielleicht sollte Dominica für eine deutlich höhere Punktzahl im nächsten Jahr berücksichtigt werden.

CT: Wir verstehen, dass es Pläne gibt Geldautomaten auf der Insel zu installieren. Werden es diese Geldautomaten ermöglichen Fiat- Bargeldabhebungen zu tätigen und, wenn ja, haben Sie mit einer lokalen Bank oder einem digitalen Bezahldienst eine Partnerschaft?

SB: Unser Ziel ist es Bitcoin ATMs dauerhaft auf der Insel zu platzieren und wir helfen den lokalen Unternehmen und Kaufleuten mit POS-Systemen, so dass die Verwendung von Bitcoin innerhalb der Inselbewohner wachsen wird und setzen so eine direkte Verbindung für Bitcoin Tourismus auf der Insel, die solch eine schöne Landschaft hat.

CT: Wie viel Unterstützung hat das Projekt in der lokalen Wirtschaft erfahren und gibt es Teile der lokalen Unternehmen, die gegen diese Idee sind?

SB: Das Projekt ist neu, aber wir stehen in Kontakt mit vielen lokalen Unternehmen. Derzeit werden Unterrichtsmaterialien über Bitcoin rund um die Insel an alle Einwohner verteilt.

CT: Wie unterscheidet sich Ihr Projekt vom AuroraCoin Airdrop im März 2014 auf Island? Ist der Unterschied der Wirtschaftswertung der beiden Nationen ein Faktor?

SB: Ein Zitat von Ira Miller CEO von Coinapult:

„AuroraCoin versuchte, das Rad neu zu erfinden und wurde im wesentlichen von Bitcoins viel stärkerem Netzwerk gefressen. Wir nutzen die Stärken des Bitcoin und versuchen nicht, mit ihm zu konkurrieren. „

CT: Woran werden Sie den Erfolg dieses Projekts messen?

SB: Zwei gute Metriken sind Transaktionsvolumen am Drop-Tag und in den folgenden Monaten. Dies wird uns zeigen, welche Art von Auswirkungen Bitcoin auf die lokale Wirtschaft hat. Wenn 5% der Dominicaner beginnt mit täglich mit Bitcoin zu bezahlen, wäre das ein noch größerer Erfolg, als wenn 50% von ihnen den Bitcoin für einen Tag nutzen und dann aufhören. Davon abgesehen, wenn 50% der Dominikaner wieder alle ihre Bitcoins erfolgreich erlangen und ein paar Geschäfte damit abwickeln, dann wird das schon ein großer Erfolg sein!

CT: Wenn das Projekt erfolgreich ist; wird es dann Expansionen auf andere Regionen geben?

SB: Wir werden mit absoluter Wahrscheinlickeit den „Bit drop“ auf andere Regionen ausweiten. Wir sind bereits in Gesprächen mit drei anderen Ländern der Karibik und stehen mit weiteren interessierten und unterstützenden Gruppen aus der ganzen Welt in Kontakt, die uns kontaktiert haben.

Wenn dieser Versuch erfolgreich gelingt, könnte es einen Geldregen für viele Bewohner der Dritten Welt, die wenig oder keinen Zugang zu Bankdienstleistungen haben, geben.

Quelle: Interview von CoinTelegraph.com
Titelbild von SFGate , Leah Millis, The Chronicle

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