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Auf ein Wort mit: Dolf Diederichsen, CEO von bit4coin

interview-at-insidebitcoins-berlinInterview mit Dolf Diederichsen, dem Mitbegründer von „bit4coin“ aus Amsterdam. Dolf Diederichsen hat an der Universität zu Köln BWL studiert und hat einen Abschluss als Diplomkaufmann. Im Juli 2013 gründete er „bit4coin“, um den Menschen den Zugang zu Bitcoin zu vereinfachen. Im nachfolgenden Interview spricht er über den Bitcoin in den Niederlanden und sein Unternehmen „bit4coin“.

 

FV: „bit4coin“ verkauft Bitcoin-Geschenkkarten, die per SMS oder Post versendet werden. Man könnte also sagen, dass es schon fast einem Marktplatz oder einer Börse ähnelt. Ist dieses Geschäftsmodell bewusst gewählt?

DD: Wir sehen das Geschäftsmodell von bit4coin.net noch breiter: Wir wollen Einsteigern den Zugang zu Bitcoin erleichtern. Dies machen wir online durch den Direktverkauf über Gutschein-Codes per SMS, oder im Handel über Geschenkkarten. Unsere Kunden finden unseren Service sehr leicht zu benutzen: Zum Kauf eines Gutschein-Codes sind noch keine Bitcoin-Kenntnisse notwendig, der erste Schritt ist ähnlich einfach wie der Kauf in einem beliebigen Online-Shop. Wir wollen daher auch bewusst keine Börse sein: Orderbücher und Bid-Ask-Spreads schrecken Neueinsteiger eher ab und wirken kompliziert.

 FV: Wie wird der Service “bit4coin” in den Niederlanden angenommen? 

DD: Unser Service wird nicht nur in den Niederlanden, sondern in vielen europäischen Ländern sehr gut angenommen. Insbesondere der leichte Einstieg über Gutschein-Codes, der die Zahlung von Bitcoin-Themen trennt, kommt sehr gut an!

 FV: Viele Banken aus den Niederlanden betrachten den Bitcoin als interessantes Transaktionsmittel. Generell sind die Niederländer offener gegenüber der Bitcoin-Einführung. Wie sieht die Regierung das Thema Bitcoin? Wie sieht die Regulierung aus?

DD: Wir sehen die gesamte Situation aktuell verhalten positiv. Zwar warnt die holländische Zentralbank regelmäßig vor Bitcoin, aber bisher hat die Regierung noch keine Maßnahmen verabschiedet. Wir erwarten aber, dass es mittelfristig zu einer Regulierung kommen wird, und bereiten uns bereits jetzt darauf vor.

 FV: Kann man in den Niederlanden mit Bitcoin überleben? Wie verbreitet ist die Akzeptanz des Bitcoin im täglichen Leben?

DD: Auch wenn die Holländer mit zu den aktivsten Bitcoin-Nutzern zählen, ist bei der Akzeptanz im täglichen Leben noch Potenzial. In Amsterdam gibt es ca. 20-30 aktive Geschäfte, bei denen mit Bitcoins bezahlt werden kann. Allerdings ist “überleben” in den Niederlanden bereits heute möglich: Thuisbezorgd.nl (http://www.thuisbezorgd.nl/ ), der größte Essens-Lieferservice in Holland (ähnlich wie Lieferheld oder Lieferando in Deutschland), akzeptiert bereits Bitcoins.

 FV: Wie sieht die Zukunft des Bitcoin in den Niederlanden aus? Wie siehst du persönlich die Zukunft? 

DD: Wir sind überzeugt davon, dass Bitcoin in den Niederlanden eine große Zukunft hat. Die Niederländer haben traditionell eine große Handels- und Seefahrertradition, und die erste weltweite Aktien-Börse wurde in Amsterdam gegründet. Die Bitcoin-Community ist bereits sehr stark, z.B. mit bitonic und der Europa-Zentrale von Bitpay. Und bei Bitcoin-Meetups in Amsterdam treffen sich monatlich mehr als 100 Teilnehmer, um über Bitcoin zu diskutieren. Der Grundstein ist also gelegt, auch wenn der Weg zu globaler Verbreitung von Bitcoin evtl. länger dauern wird als sich viele vorstellen: Auch das Internet hat lange gebraucht vom ersten Browser über Google und Wikipedia hin zu Sozialen Netzwerken. Aktuell ist Bitcoin immer noch im Anfangsstadium wie in den Neunzigern, als jede Website von jedem Geschäft von der Tech-Community gefeiert wurde!

 FV: Vielen Dank für das Interview.

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