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Bitcoin: Die 10 größten Risiken

Btcgermany Bitcoin Potential ZukunftMark Thomas Williams, ein Mitglied der Finanz- und Wirtschaftsabteilung an der Universität in Boston präsentierte seine Top-10 der größten Risiken des Bitcoin auf dem Weltbank-Forum in Washington.

Professor Williams wurde eingeladen, um auf der „Law, Justice and Development“ – Messe in Washington über virtuelle Währungen zu sprechen. Sie fand vom 20. bis 24. Oktober 2014 statt.

Am 21. Oktober diskutiert Williams das Thema „Virtuelle Währungen: Regulatorische und rechtliche Herausforderungen neuer Peer-to-Peer-Technologien im Bereich der Financial Services“ zusammen mit Steven Englander von der Citibank, Dirk Haubrich von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde und Ernie Allen vom Internationalen Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder.

Das Ziel der Präsentation war, ein globales Verständnis der rechtlichen, regulatorischen und politischen Herausforderungen im Zusammenhang mit den virtuelle Währungen zu erreichen.

Die 10 größten Risiken des Bitcoin

1. Bitcoin ist kein gesetzliches Zahlungsmittel:

„Es ist eine freiwillige Währung und seine Verwendung als Transaktionswährung hängt von denjenigen ab, die sie akzeptieren.“, argumentierte der Professor.

2. Extremes Preisrisiko: Hier stellt der Professor auf die enormen Preisschwankungen ab.

3. Extremes Preisrisiko kann schnell die Gewinnmargen der Unternehmen verkleinern:

„Dieses dreistellige jährliche Preisrisiko macht Bitcoin geeigneter für die Wall Street, da sie mit spezieller Software und Absicherungen besser damit umgehen können, als Unternehmen.“

4. Bitcoin ist eine Hyper – Vermögensblase:

„Bitcoin – Große Luftblase oder große Innovation“, heißt einer der Aufhänger.

5. Wachsende Verdichtung und Konkurs – Risiko für die Zahlungsdienstleister:

„Der Service von Firmen wie Coinbase und Bitpay […] beseitigt nicht das systemweite Bitcoin Preisrisiko, sondern verlagert es einfach in ihre Bücher.“

6. Insolvenzrisiko der Bitcoin – Tauschbörsen

7. Bitcoin Verwendung kann erhebliche Steuerrisiken bergen :

„Bitcoin wurde von der IRS […] als Eigentum angesehen. […] Im Gegensatz zu „gesetzliches Zahlungsmitteln“ können die Verbraucher, die Bitcoin verwenden, zusätzlichen Steuern erliegen.“

8. Betrugsrisiko – Double Spending

9. Signifikante Verbraucherschutzrisiko:

„Es gibt keine Gesetze, die den Verbrauchern Schutz vor Diebstahl, Betrug oder menschlichem Versagen bieten. Der Bitcoin […] beseitigt Banken als Finanzdienstleister und damit auch den rechtlichen Schutz, der durch solche Strukturen angeboten wird. „

10. Gefahr des Verbots durch die Regierung:

„Die Regierungen üben eine Monopolmacht auf die Währungsschöpfung mit dem Verständnis aus, um die Bürger mit einem höheren Grad an wirtschaftlicher Stabilität auszustatten.“

Abschließend sagte Williams, dass der Bitcoin eine neue Technologie mit klaren Versprechen ist , die „aber auch eine Vielzahl von Risiken für Verbraucher, Unternehmen und Staaten birgt.“

„Um der Palette an Risiken im Zusammenhang mit virtuellen Währungen wie Bitcoin entgegenzuwirken bedarf es einer stärkeren Regulierung, internationaler Aufsicht, souveräner Kontrolle und stärkeren Verbraucherschutzvorschriften.“ 

Schließlich fügt der Professor hinzu, dass sich der Bitcoin als Zahlungsplattform nur durchsetzen wird, wenn es „Regulierung gibt, Zentralbanker die Aufsicht darüber haben und das Eigentum an den Coins transparent gemacht wird.“

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Williams nicht der größte Fan der virtuellen Währungen ist. Dies machte er in seinem Vortrag auch wieder indirekt deutlich. Doch wie immer gibt es bei tollen Fortschritten genug Kritiker.

Quelle: CoinTelegraph.com – Diana Ngo
T
itelbild: flickr – Roberto Verzo (CC Lizenz 2.0)

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One comment

  1. „Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Williams nicht der größte Fan der virtuellen Währungen ist.“

    Und ergänzend kann man noch festhalten: Verstanden hat er diese neue Technologie auch nicht wirklich. ;-)

    „Bitcoin ist kein gesetzliches Zahlungsmittel“: Das Geld auf dem Girokonto übrigens auch nicht, nur Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel.

    „Extremes Preisrisiko“ so wie derzeit beim Rubel? Das halte ich mehr für ein temporäres Problem in der Einführungsphase, der Kurs wird sich mittelfristig stabilisieren.

    „Insolvenzrisiko der Bitcoin – Tauschbörsen“ Tauschbörsen braucht man nur zum Wechsel von FIAT in BitCoin und zurück. Und es ist ja nicht so, das noch nie eine Bank Pleite gegangen wäre, selbst Staatspleiten sind gar nicht so ungewöhnlich. Versicherungen könnten das Risiko minimieren.

    „Betrugsrisiko – Double Spending“ Es sollte sich die Technologie mal intensiver anschauen. Selbst das 51% Risiko ist eher sehr gering. Sollte jemand die 51% wirklich als Einziger bekommen, wäre er doof es zu nutzen, denn dann wäre das System dahin und er hätte von seiner 51% Macht gar nichts.

    „Signifikante Verbraucherschutzrisiko“ Ist mein Bargeld denn vor Diebstahl gesichert? Ersetzt mir der Staat mein Geld wenn ich überfallen werde? Natürlich nicht. Noch ein Luftargument des Professors.

    „Gefahr des Verbots durch die Regierung“ Die Nutzung selbst kann der Staat zwar verbieten, aber nicht wirklich das Verbot durchsetzen. Es würde nur ein Schwarzmarkt entstehen, der für die Regierung schlimmer als das Dulden ist. Eine Regierung hat nur soviel Macht wie die Bevölkerung ihr auch überlässt. Ignoriert ein Teil der Bevölkerung die Anordnungen dann ist jede Regierung machtlos und dieser Teil ist kleiner als mancher denkt. Der Herr Professor sollte sich mal die Geschichte der DDR anschauen.